Notenformat-Umfrage: Was spielt Ihr am liebsten?

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Tonglockenterz
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Re: Notenformat-Umfrage: Was spielt Ihr am liebsten?

Beitrag von Tonglockenterz »

Es gab mal einen Kölner Textdichter, der alle Kirchengemeinden, die seine Lieder gesungen haben, abmahnte, weil er in keiner der VG war.
Und er hat, trotz offizieller Veröffentlichungen, Recht bekommen. Es gibt nämlich noch das "Aufführungsrecht".
Folge: Im "Halleluja" des Bistums Essen, wurden alle seine Lieder bei der Neuausgabe gestrichen. Da war dann nix mit "Lösch den Geist......"

LG
Christian_Hofmann
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Registriert: Montag 6. Juli 2020, 18:42

Re: Notenformat-Umfrage: Was spielt Ihr am liebsten?

Beitrag von Christian_Hofmann »

Ich kann so etwas ehrlich gesagt nicht nachvollziehen warum da jemand klagt. Natürlich will und muss der Künstler Geld verdienen, aber ich persönlich fühle mich eher geehrt wenn eines meiner Lieder von jemanden unter Nennung meines Namens spielt. Natürlich verdiene ich dabei dann nichts, aber viele hören meinen Namen und schauen wenn es ihnen gefällt vermutlich einmal nach was dieser Typ noch so alles gemacht hat und kaufen dann vielleicht etwas. Naja Künstler sind oft ganz schlecht in der Selbstvermarktung. Nebenbei wird der eigene Ruf durch solche Aktionen ja nicht besser und die Beliebtheit nicht größer...

Ich persönlich hätte in so einem Fall gesagt "Liebe Gemeinde nutzt die Lieder gerne und legt ein paar Liederbücher zum Verkauf bei euch aus".
kernspalter
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Re: Notenformat-Umfrage: Was spielt Ihr am liebsten?

Beitrag von kernspalter »

Christian_Hofmann hat geschrieben: Dienstag 17. November 2020, 00:21
kernspalter hat geschrieben: Montag 16. November 2020, 19:52
Christian_Hofmann hat geschrieben: Montag 16. November 2020, 13:50 Aber mal von der Theorie in die Praxis übertragen würde wohl jeder der ein Instrument spielt wohl vorbestraft sein müssen. Jeder wird mal eine Kopie eines Stückes bekommen haben und es vielleicht sogar gespielt haben wenn auch nur Privat.
Das ist ja nun meines Wissens nicht strafbar.
Ich habe mich ja bedingt durch das Thema hier mal näher mit dem Thema befasst. Es gibt einen wichtigen Grundsatz: Das Verbot gilt ohne wenn und aber! Das Vervielfältigen von Noten kann nicht durch einen bestimmten Zweck gerechtfertigt werden. Die Handlung ist somit eine Straftat die mit Geld oder Haftstrafen bis zu 3 Jahren bestraft wird.
Das Vervielfältigen von Noten ist o.k., wenn die Stücke gemeinfrei sind. Den Bach aus meiner uralten Peters-Ausgabe kann ich kopieren, so oft ich will. Das Vervielfältigen von Noten ist auch o.k., wenn der Rechteinhaber einverstanden ist.
Wo steht denn, daß es verboten ist, sich kopierte Noten geben zu lassen, und wo steht, daß es verboten ist, privat aus kopierten Noten zu spielen?
Verboten ist allenfalls das Vervielfältigen.
Nun könnte man sich natürlich darüber streiten ob ein Notenbuch mit dem Titel "Einfache dreistimmige Choralfassungen für den Dorforganisten" nicht eigentlich schon eine Freigabe zu der Nutzung ist
Nein, das ist überhaupt keine Streitfrage. Einfache dreistimmige Choralsätze zu schreiben ist eine Kunst.

Christian_Hofmann hat geschrieben: Dienstag 17. November 2020, 10:40Ich kann so etwas ehrlich gesagt nicht nachvollziehen warum da jemand klagt.
Ich schon. (Den Fall des Kölner Textdichters kann ich ohne Kenntnis der Details natürlich nicht beurteilen.)
Ich habe einige Stücke geschrieben, muß zum Glück nicht davon leben und bin auch nicht Mitglied in irgendeiner Verwertungsgesellschaft.
Wer meine Sachen vervielfältigen oder bearbeiten will, soll mich aber bittesehr fragen. Den Kollegen kostet das einen Anruf oder eine e-Mail, darüber freue ich mich, und normalerweise will ich auch keinen Cent dafür. Etwas anderes ist es, wenn ein Verlag oder ein Bistum anfragt. Da möchte ich auch gern ein paar Cents dafür, der guten Ordnung halber.
Und wenn der Verlag oder das Bistum ungefragt meine Sachen drucken und verkaufen würde, dann wäre ich wohl ziemlich sauer.
Mit kernspalterischen Grüßen
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